Der Landwirt schafft.

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Fotos auswählen: Worauf immer zu achten ist

Schwerpunktthema 2018: Bildredaktion. Foto: Peter Gaß Bei der Auswahl von Fotos kann man viele Fehler machen. Foto: Peter Gaß lws. WIESBADEN. Wir haben uns bisher mit technischen Aspekten der Bildauswahl beschäftigt. Nun kommen wir zu inhaltlichen Aspekten. Der folgende Beitrag erläutert, worauf bei der Bildredaktion immer zu achten ist.

Das Schwerpunktthema im Jahr 2018 auf der Internetseite www.Der-Landwirt-schafft.de gibt neuen und erfahrenen Bildredakteuren Tipps für ihre Arbeit. Jeden Monat, am ersten Montag erscheint ein Beitrag zum Thema Bildredaktion.

Was ist die Aussage?

Häufig dienen die Fotos der Illustration eines Textes. Also muss zunächst die Aussage des Textes klar sein. Geht es um Landwirte, die mit der diesjährigen Getreideernte zufrieden sind oder wird über eine unterdurchschnittliche Ernte berichtet? Je nach Schwerpunkt des Textes wird das Foto ausgewählt. Eine gute Ernte kann Mähdrescher bei der Arbeit zeigen. Große Felder. Mähen mit der vollen Breite des Schneidwerks, Abtanken. Bei der schlechten Ernte wird die Bildauswahl anspruchsvoller. Das Foto könnte das Dreschen von Lagergetreide zeigen oder einen nur zum geringen Teil gefüllten Hänger oder den Vorgang des Abtankens, bei dem nur wenig Erntegut das Rohr verlässt.

Spiegeln

Manchmal machen es sich die Bildredakteure und die Mediengestalter einfach. Wenn ein Foto nicht so recht passt, wird es gespiegelt. Das kann gut gehen. Das kann auch schief gehen. Bei der Landtechnik ist oft sehr klar, was rechts und was links ist. So erkennt jeder Rezipient mit Fachwissen sofort, dass die folgende Ernteszene gespiegelt wurde.

Welche Jahreszeit?

Nehmen Sie die Bildredaktion für eine periodisch erscheinende Publikation, z. B. eine Fachzeitschrift vor? Dann sollten Sie sich darüber im Klaren sein, zu welcher Jahreszeit, in welchem Monat, im Extremfall in welcher Woche die Publikation erscheint. Somit müssen Sie die Vegetation berücksichtigen, z. B. wann der Raps blüht. Wenn Sie eine Publikation betreuen, die nur in einem bestimmten Teil von Deutschland erscheint, sollten Sie die dort vorzufindende Kulturlandschaft und die Gebäude berücksichtigen. Wenn Ihre Publikation deutschlandweit erscheint, können Sie vielleicht mischen. Etwas Sachsen-Anhalt, etwas kleinteiliger mit der Pfalz.

Auf alten Fotos sieht man jung aus

An dem Erscheinungsbild von Weizen ändert sich nicht viel. Weizen sieht heute noch genauso aus, wie bereits vor zehn Jahren. Nicht selten hat Landtechnik eine Lebensdauer von 40 Jahren. Doch es gibt auch neue Pflanzen, neue Maschinen, die Logos von Herstellern ändern sich. Wenn Sie bei großen Bildagenturen nach landwirtschaftlichen Fotos schauen, stellen Sie oft fest, dass dort die Zeit stehen geblieben ist. Es hat vor 15, 12 oder 10 Jahren jemand mal etwas eingestellt und so bleiben die Fotos drin. Sie werden nicht herausgenommen, es kommen bei Spezialthemen keine neuen dazu. Beispiel: Zuckerrübenernte und die Verladung erfolgt auf 8-Tonner Ackerwagen. Lange ist es her.

Hat der noch was zu sagen?

Wenn Sie eine Person abbilden, sollten Sie wissen, ob diese noch die Funktion hat, die sie zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme hatte, ob sie noch so aussieht, wie auf dem Foto, ob sie noch so heißt, wie auf dem Namensschild zu lesen ist. Manchmal verändert eine neue Brille, eine neue Frisur oder ein Bart das Gesicht sehr stark.



Foto: Peter Gaß
Text: Peter Gaß
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 2. Juli 2018 und wurde abgelegt unter "A.03 Bildredaktion, B.01 Bildredaktion, 2018, B.02 Bildredaktion, 2017, D.07 Büro, D.08 Weitere, J.26 Susann S., K.01 Text, K.02 Foto".

 

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