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Deindustrialisierung hilft bei den Klimazielen

Schwerpunktthema 2016: Potentiale biogener Reststoffe. Foto: Peter Gaß Seit Jahren umstritten: Das EEG. Foto: Peter Gaß lws./atk./ots. WIESBADEN / DÜSSELDORF. Das Schwerpunktthema im Jahr 2016 auf der Internetseite www.Der-Landwirt-schafft.de beleuchtet die Potentiale biogener Rest- und Abfallstoffe. Kooperationspartner für dieses Schwerpunktthema ist das Deutsches Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig. Jeden Monat am ersten Montag erscheint ein Beitrag rund um das Schwerpunktthema. Die Berichterstattung ist in die Bereiche Portrait, Politik und Landtechnik gegliedert. Der zweite Beitrag aus dem Bereich der Politik lenkt den Blick auf die Klimaziele. Dr. Florian Haslauer erinnert daran, dass Deutschland und die EU auf einem guten Weg sind – nicht zuletzt wegen des Zusammenbruchs der osteuropäischen Schwerindustrie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs.

„Aus dem Pariser Klimagipfel ergibt sich leider kein unmittelbarer Handlungsbedarf für Regierungen oder die Wirtschaft. Er hat nicht den richtigen Hebel gefunden.“,

sagt Dr. Florian Haslauer, Partner bei A.T. Kearney und Leiter der globalen Beratungsgruppe für die Energie- und Versorgungswirtschaft.

Aktuell würde Wirtschaftswachstum immer noch mit einer steigenden Nutzung von fossilen Brennstoffen einhergehen – es gelte also, den damit einhergehenden CO2-Ausstoß global zu bepreisen.

In der EU und auch in Deutschland gehe man viel zu optimistisch mit dem Klimawandel um, kritisiert Haslauer. Zwar sei es in Europa in den letzten 25 Jahren gelungen, eine teilweise Entkopplung zwischen Wirtschaftswachstum und CO2-Ausstoß herzustellen. Dies sei aber auf zwei Sondereffekte zurück zu führen, die sich nicht wiederholen ließen, bzw. nicht unbedingt erstrebenswert sind: erstens auf die fortschreitende Deindustrialisierung in Europa und die Abwanderung industrieintensiver Industrien in Länder wie China und Indien, sowie zweitens auf den Zusammenbruch der osteuropäischen Schwerindustrie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Als weiterer Faktor ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien zu nennen, der in Deutschland aber mit hohen Energiepreisen von den Privatkunden finanziert wird und weltweit daher kaum Nachahmer findet.

Foto: Peter Gaß
Einleitung: Peter Gaß
Text: Dr. Florian Haslauer, A.T. Kearney, Pressemitteilung vom 29.01.2016
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 2. Mai 2016 und wurde abgelegt unter "B. Schwerpunktthemen, B.04 Biogene Reststoffe, 2016, K. Medien, K.01 Text".

 

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